
Der Fernsehsender GIGA hat an diesem Freitag den 13. veröffentlicht, dass der Sendebetrieb eingestellt wird. Ab Ende März wird es kein GIGA mehr im Fernsehen geben. GIGA-Geschäftsführer Stephan Borg hat dazu einen Artikel auf der Website veröffentlicht, in dem er die Beweggründe des Muttersenders Premiere zur Einstellung von GIGA erläutert und erklärt, wie es mit der Community, welche eine der aktivsten in Deutschland ist, weitergehen soll. Laut Borg gibt es…
…keinen einfachen Weg zu schreiben, was ich Euch nun mitteilen werde. Aber es gibt einen richtigen – den direkten Wir werden unseren Geschäftsbetrieb einstellen. GIGA wird es ab Ende März nicht mehr geben. Ab sofort werden wir daher kein neues Programm mehr senden.
GIGA habe zwar im vergangenen Jahr nach dem Relaunch viele Erfolge eingefahren und auch im Januar noch einmal die Besucherzahlen der Website auf ein Rekordhoch steigern können, doch trotzdem mache dem Sender die Finanzkrise sehr zu schaffen.
Der Werbemarkt für Fernsehsender lässt immens nach. Selbst große Sender klagen bereits über bis zu zweistelligen Umsatzrückgängen und Werbekunden investieren nur verhalten in Werbung- und Marketingkampagnen. Das hat auf kleine Sender wie uns erschütternde Auswirkungen.
Hinzu kommt die Tatsache, dass der Werbemarkt im Bereich Gaming stark eingebrochen ist. Man sieht an den Umsätzen der Verlage für Fachzeitschriften wie die Werbeerlöse dort schrumpfen. [...] GIGA hat seit Einführung der neuen Struktur zwar stark zugelegt, wird den Herausforderungen – gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise – aber nicht gewachsen sein.
Bei der Schließung des TV-Senders legt Borg noch einmal besonderen Wert auf die Community und versucht diese zu erhalten:
In den nächsten Wochen prüfen wir alle Möglichkeiten, GIGA.de – Eure Community – weiter zu erhalten. Wir verhandeln dazu mit möglichen Partnern. [...] Danke für zehn Jahre GIGA, danke für ein Stück Mediengeschichte, danke an mein Team, das nie aufgegeben hat!
GIGA hat in den 10 Jahren seines Bestehens die Fernsehlandschaft verändert und ein Stück Fernsehgeschichte Geschrieben. Ursprünglich mit der Idee gestartet das Internet mit dem TV zu verbinden, hat es sich mehrfach neu erfunden und ist zu einem Anlaufpunkt für viele Jugendliche in Deutschland, Österreich und der Schweiz geworden. Schlussendlich musste sich das einzigartige Projekt aber dem kommerziellen Druck beugen, denn eine Kehrseite hat die Geschichte des innovativsten TV-Senders im deutschen Sprachraum: Er war nie rentabel.